Archive for December, 2007

homesick for paradise

December 14, 2007

calm smile in a man’s eyes

clean river’s hugs

coffee’s fresh smell

company that doesnt mind boredom

warm words that tickle

enough hands to hold everyone i love

Liebeserklärung – Über die Bedeutung des Hinterns

December 6, 2007

Eine heisse Debatte über die Liebeserklärung von Debe füllen unsere Abende. War diese an Tijane, den ewigsolo Französischprofesseur, oder an Allessan, der Englischlehrer, welcher vehement das wort gourmand mit greedy übersetzt, gerichtet? Die Geschichte begann als Debe Tijane über Allessan ausfragte, ob er verheiratet sei und ob er sie wirklich lieben würde. Vor einigen Tagen schlich sie um unseren nächtlichen Treffpunkt der Daira herum. Allessan stellte sie zur Rede. Sprachlos hörten wir ihre darauffolgende Liebeserklärung an Allessan. Die grosse Frage: Hat sie es ernst gemeint, was ist ihre wahre Absicht? Allessan ist überzeugt, dass Debe in afrikanischer Indirektheit in wirklichkeit Tijane angesprochen habe. Zu Dritt gehöre ich zur Gruppe welche die Integrität und Charakter einer solchen publiken Liebessprecherin anzweifeln. Eine grosse Gruppe ist überzeugt, dass die Frau von Allessan hin und weg ist. Dies sei eindeutig und klar durch das Wackeln ihres Hinterns während der Liebeserklärung signalisiert worden.

ali tabea und die 40 räuber

December 6, 2007

Gibt es dafür poetische Wörte?

Mit vierzig Männer

eine Dusche mit WC-Loch

zwanzig Decken und sechs Matrazen

zigtausend Moskitos zu teilen.

Und dies dort wo sterne die elektrizität vertreten

Brüder sind sie mir, wie wir endlos quatschen und gigglen und sie einander auskitzeln

Zu Helden werden sie,wie sie mit Turban und Sonnenbrille den Wind mit Würde bekämpfen, in jeder Panne Spass bewahren und den Frauen Zartheit schenken

Doch wenn Nacht fällt, dann verwandelt sich die Heldenbrust

aus Angst vor den Teufeln schmeigen sie sich aneinander

von den zwanzig Decken und sechs Matrazen bleibt so auch für mich genug

Durchtränkt mit Staub, Durchschüttelt vom Landcruiser

Nach ein-wöchiger Fleisch und Milchdiät

Jubele ich bei der Rückkehr nach Kiffa

Das Buschtelefon geht rumInnert kürze rufen mich alle an

Es wird sichergestellt dass ich nicht allein bin

Habe ich auch genug zu Essen

Es wird schnell organisiert dass ich nicht alleine schlafen mussIch weine – so lieb sind sie die Mauretanier

Vor Monaten hätte ich geweint weil ich mich eingeschlossen füllte

Heute weine ich – weil sie etwas haben was ich nicht habe

Sie brauchen keinen Gartenhag

Es gibt für sie immer einen Freund

Immer ein Gesprächspartner

Immer eine FamilieImmer einen wärmenden Körper

Immer ein Essen geteilt

Überall

Hinter jeder Düne, in jedem Dorf

Keine Gartenhage(Leider auch nicht im Bad..)